Baum vor einem Fluss
Forschung

Wir bauen Deutschland

40 Entscheider aus der Stadtentwicklung im Porträt

Die Verantwortung für die Gestalt unserer Städte liegt in vielen Händen. Dennoch ist es oft „der Star-Architekt“, der zum Thema Stadtentwicklung befragt wird. Dieses Buch geht einen anderen Weg. Es gewährt exklusive Einblicke in die Arbeit der vielleicht weniger glamourösen, aber letztlich maßgeblichen Entscheider der Stadtentwicklung. 

Das Buch „Wir bauen Deutschland“

Der Porträtfotograf Albrecht Fuchs und die Fachjournalisten Jeremy Gaines und Stefan Jäger hatten die einmalige Gelegenheit, die Bürgermeister und Dezernenten, Amtsleiter und Gestaltungsbeiräte dort zu besuchen, wo sich der Alltag der Stadtentwicklung vollzieht: in ihren Büros.

Entstanden sind 40 eindringliche Porträts von Menschen, die gleichzeitig harte Arbeiter und Visionäre sein müssen. Denn letztlich verantworten sie alles: den einzelnen Fahrradständer am Bahnhof ebenso wie den Masterplan für die Stadtentwicklung der nächsten 30 Jahre. Von der Senatorin des Stadtstaats Hamburg bis zum Bürgermeister der Gemeinde Kelsterbach, von der Münchner Stadtbaurätin bis zum Amtsleiter in Rostock: Sie alle geben individuelle Antworten auf die Herausforderungen in ihrer Stadt.

Sie präsentieren die Stadtentwicklung als das, was sie vor allem ist: ein lokales Thema, das jeden angeht — und zwar nicht nur die Stadtbewohner.

Für die übergreifende Perspektive sorgen schließlich drei ergänzende Essays von Peter Conradi, Werner Durth und Peter Götz. Auch sie sind getragen von der Überzeugung, dass jedes der großen Zukunftsthemen direkt oder indirekt mit Stadtentwicklung zu tun hat. Denn die Stadt ist heute der primäre Lebensraum des Menschen.

Das Video zum Buch

Essays zur Stadtentwicklung

Peter Conradi – Wer baut was und wo und wie — und wer baut mit?

Beim Bauen denken wir zuerst an den Bauherrn (die weibliche Form ist im Folgenden stets mitgedacht), dann an den Architekten, an die Baufirmen und Handwerker und natürlich an die Baukosten, die Bautermine und den Pfusch am Bau. Doch ob gebaut wird, wie viel und was gebaut wird, wo und wie gebaut wird, das bestimmen auf vielfältige Weise der Staat — Bund, Länder, Landkreise, Gemeinden — und zunehmend auch die Europäische Union.

Peter Götz – Die Stadt der Zukunft

Die Energiewende und der demografische Wandel bedeuten für die Stadtentwicklungspolitik in Deutschland grundlegend neue Herausforderungen. Diese Herkulesaufgaben können nur von Städten und Gemeinden bewältigt werden. Es sind neue Ideen gefragt, damit auch in Zukunft alle Einwohner gerne dort leben, wo sie sich wohlfühlen. Die Kommunen können die künftigen Aufgaben allerdings nicht mehr alleine meistern, sondern müssen zusammen mit anderen öffentlichen und privaten Akteuren gemeinsam Strategien erarbeiten, um dem Wandel gerecht zu werden.
 

Werner Durth – Verantwortlich für Baukultur

„Wir bauen Deutschland“: Welch ein anmaßender Titel für ein Buch, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft, Ausbildung, Position und Profession porträtiert werden. Menschen, die nur eines verbindet: Sie sind im öffentlichen Dienst beschäftigt und in ihrem jeweiligen Tätigkeitsfeld, in diversen Ämtern der Politik und Verwaltung, an der Gestaltung unserer räumlichen Umwelt beteiligt. Auf den ersten Blick erscheint die Auswahl zufällig. Und doch weckt diese Sammlung gerade durch die Unterschiedlichkeit der Personen, ihrer Ämter und Ambitionen unsere Neugier.

Dr. Daniel Arnold – Was nach dem Bauen kommt und was vor dem Bauen kommt

Wenn es um Bauen und Städte geht, konzentriert sich der Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit meist auf zwei Bereiche: Zum einen ist es eine solitäre Architektur, zum anderen sind es offensichtliche Defizite. Zwischen diesen Polen liegt das unendlich weite Feld der alltäglichen Gestaltung unserer Städte. Es wird außerhalb der engen Fachzirkel kaum beachtet — von einer kontinuierlich, differenzierend und sachlich geführten Debatte ganz zu schweigen.
 

Das Buch „Wir bauen Deutschland"

Verlag: Jovis (Berlin) / Herausgeber: Dr. Daniel Arnold
Fotos von Albrecht Fuchs, Beiträge von Jeremy Gaines, Peter Conradi, Werner Durth und Peter Götz
Umfang: 272 Innenseiten, ca. 140 Fotografien
Format: 22 x 28 cm / Hardcover mit Schutzumschlag
Verkaufspreis: 42,00 Euro / ISBN: 978-3-86859-181-1 / Erscheinungstermin: Juni 2013