Der neue Bildband "Reihenhausmannskost"

17.08.2011

Reihenhausmannskost: Ein neuer Bildband und eine neue Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst Köln

Der neue Bildband „Reihenhausmannskost“, der im September 2011 im Callwey Verlag erscheint, bietet eine ungewöhnliche Mischung aus Familienalbum, Rezeptbuch und Gesellschaftsstudie. Leibgerichte aus knapp 50 Reihenhäusern bilden seinen Mittelpunkt. Eine gleichnamige Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst Köln (Makk) eröffnet am 16. September.

Für drei Monate verließen Stan Engelbrecht (Fotografie) und Tatjana Buisson (Text) ihre Heimat Kapstadt. Und klingelten an deutschen Reihenhäusern, „um zu erfahren, wie die Menschen kochen, essen und leben“, schreibt die Berliner Journalistin Nataly Bleuel, die als Buchautorin den beiden Südafrikanern zur Seite sprang.

 

Der Leser blickt in Kochtöpfe, vor allem aber in Lebensräume und Familienbündnisse. Stan Engelbrechts einfühlsame Aufnahmen wirken nah, aber respektvoll. Die begleitenden Texte fangen auf warmherzige wie unterhaltsame Weise Stückchen für Stückchen Familiengeschichte ein. Eine Erkenntnis hieraus lautet: In den so typisch deutschen Reihenhäusern leben Menschen aus aller Herren Länder. Und: „Die deutsche Mitte in diesen Reihenhäusern wird gemacht von Menschen, die manch Deutscher immer noch für Ausländer hält. Und die selbst nicht selten sagen, dass sie sich kein besseres Land auf dieser Welt vorstellen könnten als dieses hier“, schreibt Nataly Bleuel.

 

Die Makk-Ausstellung „Reihenhausmannskost“ folgt der Buchidee und eröffnet am 16. September. Ihren Mittelpunkt bilden sieben Esstische. Sie dienen als Projektionsfläche für Zeitrafferfilme, die bei sieben Reihenhausfamilien des Bildbandes entstanden. In jeweils drei Minuten zeigen sie, was eine Woche lang am Esstisch, im Familienzentrum stattfand. Den visuellen Eindruck unterstützt an jedem Tisch ein Audio-Feature, produziert von einer Hörfunk-Journalistin. Eine Front mit vielen Buchfotos von Stan Engelbrecht als auch Realien, die in Bildband und Film auftauchen, komplettieren das Ausstellungskonzept, das das Kölner Büro Meyer Voggenreiter entwickelte. „Der gedeckte Tisch hat mich gereizt. Seine Exponate finden sich in unserem Hause bereits in der Designsammlung und der historischen Sammlung wieder“, erklärt Dr. Petra Hesse, Direktorin Makk, die den Ausstellungszeitraum nicht umsonst parallel zur Kölner Ernährungsmesse Anuga (8. bis 12. Oktober) terminierte.

 

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