Knut Zschiedrich, Vorstand Süwag Energie AG, Manfred Ockel, Kelsterbacher Bürgermeister, Ina Temme, Deutsche Reihenhaus und Helga Oehne, Leiterin des Stadtparlaments Kelsterbach beim ersten Spatenstich (v.l.n.r.).

03.05.2012

Ortsnah und umweltfreundlich - Wohngebiet wird Strom für eigenen Bedarf selbst erzeugen

Kelsterbach, 3. Mai 2012: Mit dem ersten Spatenstich haben Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel und Dr. Knut Zschiedrich, Vorstandsvorsitzender der Süwag Energie AG, heute symbolisch den Bau der Heizzentrale für das Wohngebiet auf dem ehemaligen Enka-Gelände begonnen. Mit ihrem Energiekonzept für die Reihenhaussiedlung setzt die Kommune neue Maßstäbe.

Dazu Bürgermeister Ockel: „Unser Ziel ist eine umweltfreundliche, ortsnahe und möglichst autarke Stromerzeugung und -versorgung für die Anwohner. Für die Umsetzung haben wir uns die Süwag Tochter „Süwag Erneuerbare Energien GmbH“ als Partner ins Boot geholt.“ Und Zschiedrich ergänzt: „Wir freuen uns, zusammen mit der Stadt Kelsterbach neue Lösungen für eine ressourcenschonende Energieversorgung vor Ort zu erschließen. Dies ist ein wichtiger Baustein unserer Strategie ‘Grüner und Kommunaler‘.“

Das Herzstück der Heizzentrale wird ein Blockheizkraftwerk (BHKW) sein. Dieses wird die Häuser mit Wärme versorgen. Als Nebenprodukt entsteht dabei Strom. „Dieser wird vor Ort für die Stromversorgung der Wohnanlage genutzt und nicht wie bei anderen Projekten dieser Art in das öffentliche Stromnetz eingespeist“, so Zschiedrich. Der so produzierte Strom genüge, um den Gesamtstrombedarf der Wohnanlage fast vollständig zu decken. Zusätzlich wird von der Stadt Kelsterbach eine Fotovoltaikanlage auf der Lärmschutzmauer entlang der Bahnstrecke, die am Wohngebiet vorbeiführt, installiert. Der von der Fotovoltaikanlage produzierte Strom wird über einem Stromspeicher direkt im Wohngebiet gespeichert. In Zeiten erhöhten Stromverbrauchs steht er für die Stromversorgung der Reihenhäuser zur Verfügung.


Das BHWK produziert rund 1,8 Millionen Kilowattstunden Wärme und rund 850.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das BHKW produziert den Strom ortsnah und hat einen wesentlich höheren Wirkungsgrad als ein herkömmliches Kraftwerk. Durch die Kraft-Wärme-Kopplung können jährlich rund 300 Tonnen CO2 eingespart werden. Das Funktionsprinzip: Ein mit Erdgas betriebener Verbrennungsmotor erzeugt mit Hilfe eines Generators Strom. Die bei der Verbrennung im Motor entstehende Wärme wird zur Beheizung von Gebäuden bzw. zur Erwärmung von Wasser genutzt.

Das ehemalige Enka-Gelände umfasst ein 13,5 Hektar großes Gebiet. Auf einem 14.000 Quadratmeter großen Areal errichtet die Deutsche Reihenhaus AG derzeit 180 Reihenhäuser. Zwei Drittel des Geländes sind bislang baulich unerschlossen. „Hier soll in Zukunft ein Gewerbegebiet mit Einzelhandel, Dienstleistern und einem Restaurant entstehen“, so Bürgermeister Ockel.

 

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