Das Völkerkundemuseum in Hamburg.

12.01.2011

In deutschen Reihenhäusern – Neue Fotoausstellung: 13. Februar bis 30. April 2011

Über Reihenhäuser grassieren zahllose Klischees, Stereotype, Vorurteile. Die Fotoausstellung „In deutschen Reihenhäusern“ im Museum für Völkerkunde Hamburg schaut hinter die Fassaden und fragt, wie Familienleben – mitten in der Stadt – heute eigentlich aussieht.

Der renommierte Portraitfotograf Albrecht Fuchs besuchte hierfür 50 Reihenhausfamilien und fotografierte eine überraschende Vielfalt: Bankkaufleute, Lebensmittelverkäufer, Beamte, Unternehmer, Schichtarbeiter, Tagesmütter, Kosmetikerinnen. Die privaten Einblicke ergänzen vier Aufnahmen des Architekturfotografen Marc Räder und zwei Interviewfilme der Stadtsoziologen Prof. Dr. Hartmut Häußermann und Prof. Dr. Werner Sewing.

 

Eine Hamburger Besonderheit gegenüber den bisherigen Ausstellungsstationen in München, Haus der Gegenwart, und Köln, Museum für Angewandte Kunst, findet sich in dem Kontrast
unterschiedlicher Wohnformen: Deutsches Wohnzimmer, indianisches Tipi, neuseeländisches Maorihaus oder balinesisches Prinzenhaus stehen im Museum für Völkerkunde ganz nah beieinander. Außerdem soll die Ausstellung, die erstmals in voller  Größe gezeigt wird, wachsen: Am Eröffnungstag, 13. Februar, können sich Hamburger Reihenhausfamilien kostenfrei und professionell fotografieren lassen. Die Bilder können  einerseits mit nach Hause genommen werden, andererseits werden sie als Familienalbum Teil der Ausstellung. Bei der sind übrigens auch kleine Gegenstände ausgestellt, die auf Fotografien aus den Reihenhäusern zu sehen sind. Wer mag, ist aufgerufen, auch diesen Ausstellungsteil mit eigenen Mitbringseln zu erweitern.

 

Die Ausstellung "In deutschen Reihenhäusern" begleitet ein gleichnamiger Bildband aus dem Callwey Verlag, herausgegeben von Dr. Daniel Arnold, Vorstandsvorsitzender Deutsche Reihenhaus.

 

Download Pressemitteilung des Völkerkundemuseums