Karl Jürgen Klipper, Dr. Daniel Arnold, Helmut Frangenberg (v.l.)

Karl Jürgen Klipper, Dr. Daniel Arnold, Helmut Frangenberg (v.l.)

23.10.2012

33. ImmobilienStammtisch Rhein/Ruhr: Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik

Rund 150 Gäste zog es am 22. Oktober ins Kölner Studio dumont. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe ImmobilienStammtisch Rhein/Ruhr traf Karl Jürgen Klipper, Vorsitzender des Kölner Stadtentwicklungsausschusses (StEA) auf Dr. Daniel Arnold, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Reihenhaus AG (Köln).

Gemeinsam suchten sie Antworten auf eine der derzeit dringendsten Fragen der Stadtentwicklungspolitik: „Familienleben in der Stadt:  Wie bleibt Wohnen bezahlbar?“. Veranstalter Olaf Kenneweg (Inhaber der KENNEWEG PROPERTY PERSONALBERATUNG, Köln) begrüßte vor vollem Hause in der Kölner City zahlreiche Vertreter der gewerblichen Immobilienbranche zur mittlerweile 33. Auflage der von ihm initiierten Netzwerkrunde. Moderator Helmut Frangenberg (Kölner Stadt-Anzeiger) führte unterhaltsam - aber scharf im Detail - durch den Abend und konfrontierte seine Podiumsgäste mit der Problematik des Kölner Wohnungsmarktes.


Karl Jürgen Klipper verwies darauf, dass es Aufgabe der Stadt sei, bezahlbaren Wohnraum für Familien zu schaffen. Im Bereich des Neubaus sei eine gesunde Mischung aus Eigentum und Mietwohnungsbaus zu erreichen. Planungshoheit müsse dabei aber immer die Stadt haben. „Reglementierungen vom Bund oder vom Land darf es nicht geben!“. Klipper betonte zudem den gewissenhaften und wohlüberlegten Umgang mit den wenigen Baulücken innerhalb der Stadtgrenze.


Dr. Daniel Arnold verwies auf die Notwendigkeit, gerade jungen Familien auch bezahlbares Eigentum in der Stadt anzubieten. „Sie sind es, die die Infrastruktur einer Stadt tragen und langfristig aufrecht halten!“ Arnold unterstützt seine These mit dem Ergebnis einer Studie des Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW): „Die deutsche Mittelschicht stellt einen Anteil von 60 Prozent der Bevölkerung. Sie haben ein Jahreseinkommen zwischen 20.000 und 43.000 Euro. In den großen Städten können sich diese Menschen kein Eigentum in ihrem Viertel mehr leisten.“ Die Folge: Familien der Mittelschicht müssen die Städte verlassen. Arnold: „Hier sehe ich die Politik in der Pflicht, ein entsprechendes Angebot zu ermöglichen.“


„Eine gelungene Veranstaltung, die das Interesse auch bei Marktteilnehmern außerhalb Kölns weckte und somit wieder einmal eine Plattform zum Austausch innerhalb der Region und darüber hinaus bot“, so Veranstalter Kenneweg.

 

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