Die Ausstellung "Reihenhausmannskost"
Im September 2011 eröffnete die Ausstellung „Reihenhausmannskost“ im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK). In ihrem Fokus: der Esstisch und das Leben, das ihn als Mittelpunkt der Familie umgibt. Alle Exponate, Filme, Audio-Features und Fotografien stammten aus – typisch deutschen – Reihenhäusern.
Sieben Esstische standen in der großen Halle im Erdgeschoss des MAKK. Ihre weißen Tischplatten dienten als Projektionsflächen für Zeitrafferfilme, die bei ebenfalls sieben Reihenhausfamilien entstanden. In jeweils fünf Minuten zeigten sie, was eine Woche lang im „Familienzentrum Esstisch“ stattfand. Gegenstände, die in den Filmen auftauchen, fanden sich im Museum wieder: Teller, Besteck, Tasse und Glas ebenso wie Frühstücksbrettchen, Müslischüssel und Schürze.
Den visuellen Eindruck aus Filmen und Vitrinen unterstützen sieben kurzweilige Audio-Features, die eine Hörfunk-Journalistin mit den Stimmen der Familien produzierte. Eine breite Front mit über 40 Fotografien komplettiert die Ausstellung, die das Kölner Büro Meyer Voggenreiter konzipierte. 11.000 Besucher kamen ins MAKK, um die Ausstellung „Reihenhausmannskost“ zum gleichnamigen Bildband zu sehen.
Vom MAKK direkt ins Dortmunder U: die Filme der Ausstellung „Reihenhausmannskost“ sind seit dem 9. Dezember 2011 auch im Dortmunder U, Zentrum für Kunst und Kreativität, zu sehen. Der vielfach ausgezeichnete Filmemacher Prof. Adolf Winkelmann begeisterte sich für die Aufnahmen aus dem MAKK, bearbeitete sie und integrierte sie in seine außergewöhnliche Filminstallation „Fliegende Bilder“.
